Champions Boxing Freiburg in den Printmedien

Stadt Freiburg würdigt freiwilliges bürgerschaftliches Engagement

 
Bürgermeister von Kirchbach ehrte beispielgebende Personen und Projekte
 

Quelle: Stadt Freiburg 17.12.2010;  http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1218490_l1/index.html

 

Anlässlich des Internationalen Tags des Freiwilligen Engagements 2010 würdigte die Stadt Freiburg gemeinsam mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) die Leistungen von ehrenamtlich und freiwillig tätigen Bürgerinnen und Bürgern. Als stellvertretend und beispielgebend aus der Mitte des Engagements ehrte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach fünf Personen und drei Projekte bürgerschaftlichen Engagements. „Das bürgerschaftliche Engagement ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Auf diese Weise entstehen aktive Gemeinschaften, die das soziale Miteinander stabilisieren und die Entwicklungspotenziale unserer Stadt stärken. Statistiken belegen, dass in Freiburg jeder Dritte im Alter von über 14 Jahren in Vereinen, Initiativen oder in kulturellen, schulischen, sozialen und sportlichen Einrichtungen aktiv ist“, so von Kirchbach.

 

Der Stadt Freiburg ist es ein zentrales Anliegen, den vielen Engagierten in allen gesellschaftlichen Bereichen für ihren Einsatz zu danken. Hierzu zählt auch die Bereitschaft vieler lokaler und regionaler Unternehmen und Einrichtungen, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen und bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Stellvertretend für die Gesamtheit der Engagierten würdigt Ulrich von Kirchbach vier beispielgebende Personen und drei Projekte. Zusätzlich erhält Waltraud Söhngen-Keller die Landesauszeichnung zur kommunalen Bürgeraktion 2010.
Aus den 26 eingereichten Personen- und 19 Projektvorschlägen für die städtische Ehrung traf die Jury folgende Auswahl:
 
Caroline Zapp engagiert sich seit 1983 als „Sekretärin des Nikolaus“. Die heute 84-Jährige beantwortet seit 27 Jahren in der Zeit von November bis Ende Dezember zwischen 50 und 100 an den Nikolaus in Opfingen-St.Nikolaus adressierte Kinderbriefe. In den Briefen gibt sie auf Wunsch Tipps für Geschenkvorschläge und reagiert auf Sorgen und Probleme der Kinder.
 
Margret Mühlbradt hat das an Sonn- und Feiertagen zwischen 8 und 11 Uhr servierte Obdachlosenfrühstück im Essenstreff Dreikönigshaus nicht nur ins Leben gerufen, sondern organisiert und leitet es seit über einem Jahr regelmäßig. Seit Mai 2009 wirbt sie dafür sowohl Lebensmittel- als auch Geldspenden ein. Über das Frühstück hinaus, bietet sie den Obdachlosen die Möglichkeit, sich zu duschen und Gespräche in einer angenehmen Atmosphäre zu führen.
 
Leonie Thomae ist Initiatorin der 1999 gegründeten Inkontinenz-Selbsthilfegruppe Freiburg. In den von ihr organisierten Treffen kommen regelmäßig zwischen 15 und 25 männliche und weibliche Betroffene im Alter ab sechzig Jahren zu einem offenen Erfahrungsaustausch zusammen. Zu dem ständig erweiterten Angebot zählen telefonische Einzelberatung und die Schulung von Betroffenen und Pflegekräften. Darüber hinaus pflegt Thomae den Austausch mit Ärzten, Physiotherapeuten sowie Sanitätsfachgeschäften mit dem Ziel, ein starkes Netzwerk zu schaffen und zu fördern.
 
Satis Shroff, ehrenamtlicher Dolmetscher des Amtsgerichtes Freiburg, wird für 20-jähriges Engagement für Flüchtlinge und Migranten geehrt. Seit seiner Einwanderung 1975 dolmetscht er in Freiburger Flüchtlingsheimen sowie für das Sozial- und Jugendamt. In den 1990er Jahren unterstützte er durch Hausaufgabenbetreuung Flüchtlingskinder und deren Familien aus dem Kosovo. Derzeit hilft Shroff nepalesischen, indischen und pakistanischen Asylbewerbern.
 
Der MOFA – Mobile Freiburger Altenservice hilft und berät seit 1992 getreu dem Motto „Senioren helfen Senioren“ meist einsame und hilfesuchende Altergenossen. Aktuell zählt der Verein fünfzig aktive und fördernde Mitglieder. Beispielsweise setzte sich das Team 2009 insgesamt rund 4000 Stunden ein, und half damit rund 80 Stunden pro Woche. Von Reparaturen im Haushalt über Erledigung von Schriftverkehr und Begleitdienste bis zu Präsenz mit Vorlesen und Gesprächen reicht die Palette der Dienste.
 
Das 15-köpfige Team der Öffentlichen Bücherei Freiburg-Hochdorf, 14 Frauen und ein Mann, verwaltet seit 1992 die Einrichtung, öffnet sie an drei Tagen in der Woche und organisiert zusätzlich kulturelle Veranstaltungen. Seit 18 Jahren bieten sie damit der Bürgerschaft die Möglichkeit der Ausleihe von Büchern und fördern die Medienarbeit mit Kindergarten- und Schulkindern des Stadtteils. So finden Balladenabende, Aktionstage sowie eine Gruselnacht für Kinder statt oder Buchvorstellungen im Rahmen von Seniorennachmittagen.
 
Der Verein Champions-Boxing Freiburg wurde vor anderthalb Jahren von den Studenten Peter Klaes und Paul Ens als Jugendsozialprojekt ins Leben gerufen. Mittlerweile besteht das Team aus fünf festen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Zielgruppe sind männliche Jugendliche und Heranwachsende mit Migrationshintergrund, die zumeist außerhalb der Familie Hilfe benötigen. In dem Verein haben die 13- bis 18-Jährigen die Möglichkeit, über eine Kombination aus Sport und außerschulischen Aktivitäten Selbstdisziplin, Teamgeist und Respekt, aber auch Erfolgserlebnisse zu erfahren.
 
Außerdem übereichte Bürgermeister von Kirchbach Waltraud Söhngen-Keller die Landesurkunde zur Auszeichnung zur kommunalen Bürgeraktion 2010. Söhngen-Keller hat die Freiburger Pflegebegleiter-Initiative zur Unterstützung und Begleitung pflegender Angehöriger im Vor- und Umfeld der häuslichen Pflege gegründet. Ziel der Initiative ist es, Angehörigen in der oft schwierigen Pflegesituation Freiräume zu verschaffen und sie im Alltag zu entlasten. Angestrebt wird ein kommunales Netzwerk zur Verbesserung der Pflegekultur.
 
 

 

Champions-Boxing: Boxtraining und Nachhilfe - Preis für Engagement

Anlässlich des Internationalen Tags des Freiwilligen Engagements würdigt die Stadt Freiburg alljährlich die Leistungen von ehrenamtlich und freiwillig tätigen Bürgerinnen und Bürgern. 26 Personen- und 19 Projektvorschläge waren Ende vergangenen Jahres bei der Stadt eingegangen. Stellvertretend und beispielgebend aus der Mitte des Engagements ehrte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach fünf Personen und drei Projekte bürgerschaftlichen Engagements, darunter auch der Verein “Champions-Boxing Freiburg” aus Littenweiler.
Der Verein “Champions-Boxing Freiburg” wurde vor anderthalb Jahren von den Studenten Peter Klaes und Paul Ens als Jugendsozialprojekt ins Leben gerufen. Mittlerweiler besteht das Team aus fünf festen, ehrenamtlichen Mitarbeitern. Zielgruppe sind männliche Jugendliche und Heranwachsende mit Migrationshintergrund, die Hilfe benötigen. In dem Verein haben die 13- bis 18-Jährigen die Möglichkeit, über eine Kombination aus Sport und außerschulischen Aktivitäten Selbstdisziplin, Teamgeist und Respekt, aber auch Erfolgserlebnisse zu erfahren. "Das Boxtraining, das zweimal wöchentlich in der Halle der Reinhold-Schneider-Schule stattfindet, bietet den Jugendlichen ein Ventil für aufgestaute Emotionen", so Projektgründer Peter Klaes, "aber es vermittelt auch Tugenden wie Disziplin, Respekt und Orientierung an Regeln." So darf zum Beispiel nur am Boxtraining teilnehmen, wer auch die Nachhilfestunden in Anspruch genommen hat. "Die Verbesserung der schulischen Leistungen ist ein wichtiges Ziel, da die Jugendlichen dann bessere Perspektiven haben. Und für uns Betreuer ist dies eine Möglichkeit, das christliche Gebot der Nächstenliebe zu leben", so Peter Klaes, dessen Projekt-Idee sich aus der kirchlichen Jugendarbeit in seinem Heimatort Gundelfingen heraus entwickelt hat. Der Kontakt zur Reinhold-Schneider-Schule und die Möglichkeit, hier zu trainieren, ist durch Rektorin Susanne Nagel-Jung entstanden, da sie die Studenten aus ihrer Gemeinde schon lange Jahre kennt und das Projekt "Champions-Boxing" unterstützen wollte.  
Im Sommer wurde im Schulhof der Reinhold-Schneider-Schule anlässlich der Vereinsgründung ein Sommerfest gefeiert und die Jugendlichen berichteten begeistert über ihre Erfahrungen mit dem Boxtraining: "Ich bin fitter geworden und ich habe Muskeln bekommen wie Schwarzenegger", sagt z.B. Denis, 15 Jahre "und durch die Nachhilfe komme ich jetzt besser mit meinen Hausaufgaben klar und verstehe alles besser". William, 14 Jahre, ergänzt: "Ich habe hier neue Freunde kennen gelernt, jetzt verbringe ich meine Freizeit sinnvoller und ich habe Disziplin gelernt". Auch Elvis, 15 Jahre, hat hier seinen Spaß: "Ich finde die Trainer korrekt, das Boxen ist wichtig für mich. Seither bin ich ruhiger geworden und ich hänge nicht mehr mit den falschen Leuten ab".
Die zweite Säule der Arbeit des Vereins “Champions-Boxing Freiburg” sind außersportliche Aktivitäten. So haben die Jugendlichen im Dezember beispielsweise mit den Trainern einen Ausflug in den Europapark in Rust gemacht. Geplant sind auch soziale Aktivitäten. "So können wir den Jungs gesunde Beziehungen vorleben und ihnen zeigen, dass wir sie annehmen, ohne dass sie sich durch Pöbeleien profilieren müssen", erläutert Paul Ens. Daher freut sich der Verein auch über finanzielle Unterstützung.

Gisela Heizler-Ries, 1.2.2011, Littenweiler Dorfblatt

 

 

Nächstenliebe praktisch umgesetzt

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/neues-fuer-schueler/naechstenliebe-praktisch-umgesetzt--32536495.html

 

VEREINT IM VEREIN: Der Verein "Champions Boxing" bietet Jugendlichen nicht nur Boxtraining, sondern auch Nachhilfe an.
  1. Vom Bruchrechnen bis zu den Doppelkonsonanten: Montags und donnerstags gibt’s Nachhilfe. Foto: Ingo Schneider
 
LITTENWEILER. Welche drei aufeinander folgenden Zahlen ergeben addiert 99? William App (14) liebt Rätsel. Diesmal findet er die Lösung durch Probieren. Doch Martin Hasselmann (23) zeigt ihm, dass es auch anders geht: mit einer Gleichung, die für den Matheunterricht wichtig ist. Er ist einer von fünf Studierenden, die montags und donnerstags an der Reinhold-Schneider-Schule sozial benachteiligten Jugendlichen Nachhilfe geben – direkt vorm Boxtraining, das sechs weitere Studenten für 15 Jungs anbieten, alles innerhalb des Vereins "Champions boxing".
William App sitzt da und grübelt. Es dauert eine Weile, bis er die Lösung findet: 32, 33 und 34 ergeben zusammen 99. Für ihn hat sich einiges geändert, seit er regelmäßig zur Nachhilfe kommt. Früher hat er keine Hausaufgaben mehr gemacht. Weil ihm niemand half und er es allein nicht hinbekam, hatte er irgendwann aufgegeben. "Aber jetzt leg’ ich wieder los", sagt er. Auch beim Boxen ist er dabei, so wie alle Jungs, die zur Nachhilfe kommen. "Ich habe viel gelernt", sagt er, "vor allem Disziplin".
Dass die Studierenden das alles einfach so machen, ohne Geld zu bekommen, fand er anfangs erstaunlich, geradezu "ein bisschen abnormal" – aber auch richtig gut. "Es macht Spaß und bringt was", sagt Elvis Gashi (15), der nebendran mit Clemens Lederer (24) Bruchrechnen übt. Elvis Gashi hat, genau wie Denis Hasani (15), der mit Joana Schlenker (23) Doppelkonsonanten und andere Rechtschreibthemen trainiert, jahrelang in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt. Die drei Jugendlichen gehen auf Hauptschulen, ihr Leben war nie einfach. Für die Studierenden ist das eine Herausforderung – und eine Möglichkeit, das christliche Gebot der Nächstenliebe zu leben, sagt Peter Klaes, der den Verein mit seinem Freund Paul Ens gegründet hat. Fast alle sind Christen aus verschiedenen Gemeinden. Und zumindest Christoph Brandt, der die Nachhilfe im Frühling zusätzlich zum Boxtraining, das seit vergangenem November angeboten wird, organisiert hat, ist sich sicher: Ohne seinen christlichen Hintergrund wäre er nie auf die Idee gekommen, in für ihn weit entfernte soziale Welten hineinzuschnuppern.

Die Jugendlichen, von denen die meisten Muslime sind, wissen, dass ihre ehrenamtlichen Lehrer Christen sind, Thema war das bisher aber nie. Klar ist, dass niemand missioniert werden soll. Die Jungs sollen gestärkt werden, beim Boxen Selbstbewusstsein gewinnen und durch die Nachhilfe in der Schule besser klarkommen. Eigentlich wäre viel mehr Unterstützung nötig, findet Joana Schlenker, die, wie einige andere der Helfer, Lehramt studiert und so auch selbst von den Nachhilfe-Erfahrungen profitiert. Immerhin: "Es ist schön, wenn jemandem plötzlich ein Licht aufgeht durch unsere Hilfe."  
 
 
 

 

Champion's Boxing: Verein für Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/champion-s-boxing-verein-fuer-jugendliche-aus-schwierigen-verhaeltnissen--28208111.html

Zwei Studenten haben einen Boxverein für Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen gegründet / Wert wird auch aufs Soziale gelegt.

Liegestütze, Schattenboxen, Seilspringen: Die 15 Jungen, die zum Boxtraining des Vereins Champion’s Boxing in die Reinhold-Schneider-Schule in Littenweiler gekommen sind, müssen ganz schön schwitzen. Aber sie tun es gerne. "Am meisten Spaß macht es, wenn ich mich richtig auspowern kann", meint Orfej Shabani. Der 16-jährige Kosovare ist dabei, seit Champion’s Boxing im November angefangen hat, Boxtraining für Jungen im Alter von 13 bis 18 Jahren anzubieten.

"Uns liegen diese Jungen einfach am Herzen", erklärt Paul Ens. Der 25-jährige VWL-Student hat den Verein mit seinem Freund Peter Klaes, 22, Student der Sozialen Arbeit an der Katholischen Fachhochschule, gegründet. Dafür haben die beiden extra einen Boxtrainerschein gemacht.
 


Die Jungen – das sind 15 Jugendliche, die aus schwierigen Verhältnissen kommen und in der Schule zumeist wenig Erfolg haben. Sie sind Roma, Kosovo-Albaner, Syrer, Türken und Russen. "Bei uns bekommen die Jungen Erfolgserlebnisse, die sie sonst nicht haben. Sie lernen Selbstdisziplin, Teamgeist und Respekt vor dem Gegner", sagt Ens. Die beiden Trainer halten den Boxsport für ihre Arbeit im Verein für ideal, weil er Parallelen zum realen Leben aufweise: Fehler würden konsequent bestraft, und es gebe klare Regeln. "Wenn ich die Fäuste nicht zur Deckung vor mein Gesicht halte, dann werde ich getroffen. Genau so bekomme ich in der Schule Probleme, wenn ich nicht aufpasse und den Unterricht störe", erklärt Ens, der als Jugendlicher selbst in einem Boxverein war.
Doch das Boxtraining ist nicht der einzige Teil der Vereinsarbeit. "Das große Ziel ist, dass die Jungs selbständig werden. Durch das Boxtraining erreichen wir sie. Außerdem können wir ihnen so Werte wie Fairness und einen freundlichen Umgang mit den Mannschaftskameraden vermitteln", sagt Paul Ens. Die zweite Säule der Arbeit sind außersportliche Aktivitäten. So haben die Jugendlichen im Dezember beispielsweise mit den Trainern einen Ausflug in den Europapark in Rust gemacht. Geplant sind auch soziale Aktivitäten. "So können wir den Jungs gesunde Beziehungen vorleben und ihnen zeigen, dass wir sie annehmen, ohne dass sie sich durch Pöbeleien profilieren müssen", erläutert Ens.
 

Als dritte Säule ist Nachhilfe geplant. Die beiden Trainer haben Freunde angehauen, die an den Freiburger Hochschulen studieren, damit sie ehrenamtlich Nachhilfe und Vorbereitung auf Klassenarbeiten für die Jungen anbieten. Außerdem wird ihnen dabei geholfen, sich zu bewerben. "Sonst hänge ich nachmittags viel in Parks rum und habe nichts zu tun. Ich habe zwar nicht so viel Lust auf die Nachhilfe, aber ich weiß, dass es mir was bringt", sagt Denis Hasani. Der 14-Jährige besucht die Gerhart-Hauptmann-Schule und ist Hauptschüler, genau wie seine Teamkameraden, die alle entweder Hauptschulen besuchen oder von der Schule geflogen sind. Die Nachhilfe wird verpflichtend sein – die Jungen haben zu Beginn einen Ehrenkodex unterschreiben müssen, der sie unter anderem zu Pünktlichkeit und regelmäßiger Teilnahme am Training verpflichtet. Wenn einer zu spät kommt, müssen alle zusammen als Strafe zehn Liegestütze machen. Dabei nehmen sich die Trainer bewusst nicht aus. "Uns ist es wichtig, den Jungen die Werte, die wir ihnen vermitteln wollen, authentisch vorzuleben", erklärt Ens.

Motivation für die Arbeit des Vereins ist für ihn und für seinen Mitstreiter Peter Klaes ihr christliches Menschenbild, das für sie Solidarität und Einsatz für Schwächere in der Gesellschaft bedeutet. Ihre Methoden sind Stand der Wissenschaft. Fachlich beratwerden Paul Ens und Peter Klaes von Werner Nickolai, Professor an der Katholischen Fachhochschule, beraten. "Die beiden Trainer machen das sportprofessionell hervorragend, und dadurch, dass das Projekt immer wieder in meinem Seminar besprochen wird, sind sie auch fachlich auf der sicheren Seite", attestiert Nickolai.

Die Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch. "Im Moment ist Champion’s Boxing für uns wie ein Halbtagsjob, den wir neben dem Studium ehrenamtlich machen", sagt Ens. Doch der Aufwand lohnt sich nach Meinung von Paul Ens: "Seit wir das Training im November begonnen haben, merkt man ganz deutlich, wie die Jungs disziplinierter werden und für einander einstehen. Sie wollen jetzt Boxer sein, keine Schläger. Und neulich kam eine Junge nach dem Training zu mir und hat mich gefragt: Trainer, kannst du mir das mit dem Bruchrechnen erklären?"

 

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